Privatdozent Dr. Michael von Brevern

Facharzt für Neurologie

Schwerpunkte:

  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Epilepsie
  • Migräne/Kopfschmerzen
  • Parkinson-Erkrankung
  • Neurophysiologische Diagnostik
1986–1994Studium der Humanmedizin an der Universität Padua (Italien), University of California, Davis (USA) und an der Freien Universität Berlin
1995–1996Forschungsaufenthalt an der MRC Human Movement and Balance Unit des National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London (UK)
1995Promotion zum Dr. med. an der Freien Universität Berlin zum Thema „Synkopale Augenbewegungen“ mit Magna cum laude
1996–2003Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Neurologischen Klinik der Charité, Campus Virchow-Klinikum (Leiter Prof. Einhäupl)
2002EEG-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie
2002–2006Leiter der Ambulanz für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen der Neurologischen Poliklinik der Charité, Campus Virchow-Klinikum
2003–2004Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Psychiatrischen Klinik der Charité, Campus Mitte (Leiter Prof. Heinz)
2004–2006Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Neurologischen Klinik der Charité, Campus Virchow-Klinikum, (Leiter Prof. Einhäupl)
2005Anerkennung als Facharzt für Neurologie, Ärztekammer Berlin
2006EMG-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie
2007Zertifikat „Epileptologie plus“ der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie
2007–2008Oberarzt der Neurologischen Abteilung der Park-Klinik Weißensee, Berlin
2008Habilitation im Fach Neurologie zum Thema: „Lageabhängiger Schwindel“ und Erwerb der Lehrbefugnis für das Fach Neurologie an der Charité
2008–2017Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Park-Klinik Weißensee, Berlin
seit 2018Niederlassung im Neurologischen Zentrum (Gemeinschaftspraxis mit Dr. Martina Müngersdorf)
Weitere Tätigkeiten:
  • Mehr als 60 wissenschaftliche Publikationen in internationalen Fachzeitschriften und über 15 Buchbeiträge
  • Regelmäßige Vorträge auf nationalen Veranstaltungen und internationalen Kongressen
  • Seit 1996 Dozententätigkeit an der Charité
  • Seit 2008 Prüfer der Ärztekammer Berlin für das Fach Neurologie
  • Seit 2014 außerordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AKdÄ)
  • 2014 Auszeichnung als einer der 10 wichtigsten Experten für Schwindel weltweit (Expertscape.com)
  • Mitarbeit an der nationalen Leitlinie zu Schwindelerkrankungen
  • Mitglied des Leitungskomitees der Internationalen Klassifikation von Schwindelerkrankungen
  • Beirat mehrerer Fachzeitschriften (Journal of Vestibular Research, Audiology Research, Arzneimittelbrief)
Mitgliedschaft in Fachgesellschaften:
  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie
  • Deutsche Gesellschaft für klinische Neurophysiologie
  • Deutsche Gesellschaft für Epileptologie
  • Bárány-Society
  • Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie
  • Neuro-Otology Society of Australia
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Dystonie

Typische Krankheitsbilder sind Blepharospasmus (Lidkrampf), Spasmus hemifacialis (halbseitiger Gesichtskrampf), Torticollis (Schiefhals), Kopf-Tremor, Graphospasmus (Schreibkrampf). Auch andere Bewegungsstörungen können im Rahmen von Dystonien auftreten. Nach der erforderlichen Diagnostik ist eine Therapie mit Botulinumtoxin, anderen Medikamenten, Tiefer Hirnstimulation, aber auch Übungsbehandlungen oft effektiv. Es bestehen Kooperationen im Rahmen des Therapienetzes Dystonie/Spastik Berlin-Brandenburg.
Deutsche Dystonie Gesellschaft
Therapienetz Dystonie-Spastik Berlin-Brandenburg e.V.

Restless-Legs-Syndrom

Mißempfindungen und ein Bewegungsdrang der Beine (v.a. am Abend) kennzeichnen das Restless-Legs-Syndrom, das medikamentös meist gut behandelbar ist. Eine diagnostische Abgrenzung zu anderen neurologischen Erkrankungen wie Polyneuropathien ist erforderlich.
RLS e. V. | Deutsche Restless Legs Vereinigung

Demenztest

Die kognitiven Funktionen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Abstraktion, Sprache u.a.) werden mit standardisierten Tests geprüft (Demenztest).

Riechtest

Mit Hilfe von Riechstiften (Sniffin Sticks) kann das Riechvermögen untersucht werden. Der Riechtest ist hilfreich in der Diagnostik z.B. von Parkinson-Syndromen.

Lumbalpunktion

Die Lumbalpuntion ist eine wichtige Untersuchung bei entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems wie MS, Neuroborreliose und bei bestimmten Formen der Polyneuropathie. Die schonende Punktion des Duralsackes (Nervenwassersack) erfolgt im Bereich der unteren LWS, um wenige Milliliter Liquor (Nervenwasser) zu entnehmen, das anschließend in einem Speziallabor untersucht wird. Anschließend ist eine Ruhezeit in der Praxis erforderlich.

Labordiagnostik

Bei speziellen Fragestellungen bieten wir eine Labordiagnostik, einschließlich einer genetischen Diagnostik (z.B. bei Bewegungsstörungen oder Polyneuropathien).

Tremoranalyse

Ein Zittern kann durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden. Eine Messung und Analyse von Zittern kann mit Hilfe von Oberflächen-EMG, Beschleunigungssensoren (Accelerometern) und Spektralanalyse erfolgen.

Duplexsonographie

Die Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen, werden am Hals und durch den Schädelknochen mit Ultraschall dargestellt. Die Strömung des Blutes wird farbkodiert gemessen. Neben Strömungsstörungen durch Verengungen der Arterien werden auch Ablagerungen (Arteriosklerose) beurteilt. Die Duplexsonographie ist eine wichtige Diagnostik zur Beurteilung des Schlaganfall-Risikos.

Video-Kopfimpulstest

Mit dem Video-Kopfimpulstest kann die Funktion der Gleichgewichtsorgane im Innenohr getestet werden. Die Untersuchung ist bei Schwindelerkrankungen und Gleichgewichtsstörungen sinnvoll. Eine weitere Untersuchung des Gleichgewichtssinns kann durch die Messung der subjektiven visuellen Vertikalen erfolgen.

EEG

Die Elektronenzephalographie (EEG) dient der Untersuchung der Funktion des Gehirns. Das EEG wird z.B. bei Epilepsien und anderen Anfällen mit Bewusstseinsverlust aber auch bei Gedächnisstörungen und Demenzen eingesetzt.

Nervensonografie

Mit Hilfe hochauflösender Ultraschallsonden werden periphere Nerven, Nervenplexus und oberflächennahe Nervenwurzeln untersucht. Diese schmerzfreie Methode erlaubt die Diagnostik von umschriebenen Nervenschädigungen wie beim Carpaltunnelsyndrom oder nach Unfällen sowie von bestimmten Polyneuropathien.

Evozierte Potentiale

Mittels evozierter Potentiale werden periphere und zentrale Nervenbahnen untersucht. Sensibel evozierte Potentiale (SEP) werden nach elektrischer Reizung peripherer Nerven (N. medianus, N. ulnaris, N. tibialis, N. trigeminus) vom Kopf abgeleitet. Visuell evozierte Potentiale (VEP) messen die Leitung über den Sehnerven bis zur Sehrinde im Hinterkopf, wo die Nervenzellen sitzen. Akustisch evozierte Potentiale (AEP) testen durch Klickgeräusche den Hör- und Gleichgewichtsnerven. Magnetisch evozierte Potentiale (MEP) messen mit Hilfe von Magnetimpulsen die Leitung des N. facialis im Gesicht oder die motorische Nervenbahn vom Gehirn zu den Armen und Beinen.

EMG

Das EMG ist eine Muskeluntersuchung mit Hilfe einer Nadelelektrode, die die Aktivität von Muskelfasern erfasst und dadurch Auskunft über die Muskelstruktur und Nerven gibt. Bei Verdacht auf Myasthenie werden weitere Untersuchungen angeboten (Serienstimulation und Einzelfaser-EMG).

NLG

Die Neurographie (NLG) dient der Untersuchung von Nerven: durch elektrische Stimulation von Nerven und Ableitung von Muskel- und Nervenpotentialen lassen sich Nervenschädigungen messen.

Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose (MS) greift das körpereigene Immunsystem das Gehirn und Rückenmark an. Die MS betrifft circa 200.000 Menschen allein in Deutschland, darunter überwiegend junge Erwachsene. Es finden sich klinisch viele unterschiedliche Symptome, die meistens in Schüben auftreten. Die Häufigsten umfassen Gefühlsstörungen der Haut, Sehstörungen, Koordinationsstörungen, Muskelschwäche sowie chronische Müdigkeit. Das Wissen über die MS und verwandte Krankheitsbilder wächst rasant an, es gibt eine zunehmende Zahl an Behandlungsoptionen. Dabei beeinflussen eine frühe Diagnose und die richtige Therapie den Krankheitsverlauf positiv. Wir decken die komplette MS-Diagnostik ab, begleiten Sie langfristig therapeutisch, auch zur Schubtherapie, und beraten Sie ausführlich, auch in Hinblick auf spezielle Themenfelder, bspw. Kinderwunsch oder Reisen mit MS.
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose e. V.

Periphere Nerven

Typische Krankheitsbilder sind Polyneuropathien, Nervenwurzelschädigungen oder Nervenengpass-Syndrome (z.B. Carpaltunnelsyndrom oder Ulnarisrinnensyndrom). Neben der klassischen Diagnostik mit Messung von Nervenleitung (Neurographie) und Muskelaktivität (EMG) bieten wir eine Ultraschalluntersuchung der Nerven an. Selten ist eine Nervenbiopsie erforderlich. Eine Therapie mit Immunglobulinen bei entzündlichen Neuropathien (z.B. CIDP) wird angeboten. Es bestehen Kooperationen mit Neuro- und Handchirurgen für die operative Therapie peripherer Nervenläsionen.
Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie

Schwindel

Schwindel kann infolge sehr unterschiedlicher Störungen auftreten. Die Ursache kann in der Regel durch eine strukturierte Erfragung der Symptome und eine körperliche Untersuchung identifiziert werden. Zusätzliche apparative Untersuchungen sind häufig sinnvoll, z.B. Testung der Gleichgewichtsorgane mittels Video-Kopfimpulstest. Die korrekte Diagnose ist Voraussetzung für eine wirksame Therapie. Beispielweise kann der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel – eine sehr häufige Ursache für Schwindelattacken – mit wenigen Handgriffen beseitigt werden.
Deutsche Hirnstiftung 

Epilepsie

Zur Diagnostik von Epilepsien ist die präzise Schilderung der Anfälle durch den Betroffenen und einen Beobachter wichtig. Die Diagnostik wird in der Regel durch eine radiologische Untersuchung des Gehirns und die Elektroenzephalographie (EEG), gegebenenfalls nach Schlafentzug, ergänzt. Zur Behandlung von Epilepsien stehen eine Vielzahl moderner Medikamente zur Verfügung. Wichtig ist auch die Beratung hinsichtlich Konsequenzen der Anfälle hinsichtlich Beruf und Fahreignung.
Deutsche Epilepsievereinigung

Tiefe Hirnstimulation

Die Tiefe Hirnstimulation ist eine inzwischen gut etablierte Behandlung der fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung, des Essentiellen Tremors und von generalisierten und anderen Dystonien. In der Sprechstunde findet eine präoperative Beratung und postoperative Überwachung und Einstellung der Neurostimulatoren statt. Es besteht eine Kooperation mit der Charité und anderen spezialisierten Kliniken, u.a. im Forum Tiefe Hirnstimulation Berlin.
www.gesundheitsinformation.de/parkinson-tiefe-hirnstimulation.html

Migräne

Migräne ist eine sehr häufige neurologische Störung, die zu starken episodischen Kopfschmerzen führt und mit Übelkeit, Ruhebedürfnis und Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen einhergehen kann. Einzelne Migräneanfälle können meist wirksam mit Schmerzmitteln behandelt werden. Bei einer Häufung von Anfällen oder bei Entwicklung eines Dauerkopfschmerzes sind zusätzliche Maßnahmen (z.B. Entspannungsübungen, medikamentöse Prophylaxe) erforderlich. Individuell kann auch der Einsatz weiterer Therapie wie Botox-Injektionen, Antikörper-Injektionen oder die Verordnung einer Migräne-App erfolgen.
MigräneLiga e.V. Deutschland
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.

Muskel

Erkrankungen der Muskulatur wie Entzündungen, genetische Syndrome oder durch Amyotrophe Lateralklerose sowie Störungen der Übertragungsstelle zwischen Muskel und Nerv machen eine sorgfältige Diagnostik erforderlich, einschließlich EMG, Labordiagnostik, Muskelsonographie, Vorbereitung von Muskelbiopsien. Kooperation besteht mit den Spezialambulanzen und der Neuropathologie der Charite. Schwerer erkrankte Patienten werden u.a. mit Hilfe von Ambulanz-Partner umfassend mit Heil- und Hilfsmitteln versorgt.
Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V.
Hochschulambulanz für Muskelkrankheiten der Charité

Spastik

Spastik nach Schlaganfall, Hirnblutung, bei infantiler Zerebralparese, spastischer Spinalparalyse oder Rückenmarksschädigung wird hinsichtlich möglicher medikamentöser Behandlungen, Botulinumtoxin-Therapie, Hilfsmitteln und Heilmitteln untersucht.
Therapienetz Dystonie-Spastik Berlin-Brandenburg e.V.

Botulinumtoxin

Dystonien und Spastik lassen sich durch eine Botulinumtoxin-Therapie mit gezielten Injektionen mit hoher Erfolgsquote behandeln. Die Therapie ist äußerst individuell durchzuführen und bedarf spezieller Kenntnisse und Fertigkeiten. Ultraschall- und EMG-Kontrolle der Injektionen wird eingesetzt.
Arbeitskreis Botulinumtoxin der Diagnostik

Parkinson

Typische Symptome sind Verlangsamung der Bewegungsabläufe und Zittern. Wir bieten eine umfassende Diagnostik einschließlich L-Dopa-Test und Anwendung standardisierter Scores an. Die Therapie wird individuell angepasst. Im fortgeschrittenen Stadium bieten wir die Behandlung mit Medikamentenpumpen (Apomorphin, Levodopa) und die Einstellung der tiefen Hirnstimulation (s.u.) an. Eine videobasierte ambulante Therapie ist möglich. Es besteht eine Kooperation mit spezialisierten Kliniken und Therapeuten im Arbeitskreis Parkinson-Syndrome Berlin.
Arbeitskreis Parkinson Berlin e.V.
Deutsche Parkinson Gesellschaft e.V.
Kompetenznetz Parkinson
Deutsche Parkinson-Vereinigung
Portal für junge Parkinsonkranke
Internationale Parkinson Fonds Deutschland GmbH
Internationale Parkinson and Movement Disorder Society